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WM Assen 2006

Weltmeisterschaft in Assen (NL) vom 1. - 10. September

Am 30. August trafen sich die qualifizierten Athleten, 2 Physios, meine zwei Begleiter, und die Coaches früh morgens in Nottwil um die Reise mit dem Car nach Assen anzutreten. Der Car war schon etwas älter aber sehr geeignet für unsere Rollstuhlsportler. Der Car konnte die Sitzplätze demontieren, dies war auch für den hinteren Teil des Cars vorgesehen, um platz für die Rollstühle zu schaffen.
Etwas später als vorgesehen, trafen wir in Assen ein. Wir konnten gerade noch das Nachtessen einnehmen. Nach der ersten Mahlzeit bezogen wir unsere Häuser, die sehr schön gelegen waren und pünktlich auf die WM fertiggestellt wurden.
Am folgenden Tag schliefen wir etwas aus und anschliessend nahmen wir unser Training in Assen wieder auf. Es gab zwei Trainingsstadien. Eines war für die Stehende und das andere war für di Rollis vorgesehen, dadurch kamen wir uns nicht in die Quere.
Am Abend wurde bekannt, dass ich als Fahnenträger ernannt wurde. Über diesen Entscheid freute ich mich natürlich sehr. Die Nationalfahne bei der Eröffnungsfeier hineintragen zu dürfen ist eine grosse Ehre und auch ein wunderschönes Erlebnis.
Am Samstag fand den ganzen Tag ein Wettkampf für Junioren statt. Dabei konnten unsere zwei Nachwuchsathleten Joachim Rötlisberger und Manuel Beeler weitere grosse Erfahrungen sammeln.
Am Sonntag, begann die eigentliche Weltmeisterschaft.
Die Disziplinverteilung war für mich sehr ideal über die Meisterschaft verteilt.
Am Montag 100m Vorlauf, Mittwoch Weitsprung und am Donnerstag 200m Vorlauf.
Vor allem für meine wichtigste Disziplin den Weitsprung, war die Verteilung nur von Vorteil. Ich war nicht zu müde und es war nicht die erste Disziplin, ich hatte beim 100m die Gelegenheit den ganzen Callroom anzusehen.
Jedoch der Start war mir vom 100m nicht ganz geglückt, aber desto mehr der Lauf. Dennoch blieb die Zeit unter meinen Erwartungen.
Ich hätte gerne die 12.54s geknackt. Aber die Zeittafel zeigte 12.60s an.
Dies war der 21. Rang von 32 Athleten. So verpasste ich ganz klar den Halbfinal.
Ich fokusierte mich nun auf den Weitsprung. Wie im 100m hatten sich noch nie so viele Athleten für diesen Wettkampf angemeldet. Es standen 17 Athleten auf der Startliste. Dem entsprechend dauerte der Wettkampf auch um so länger. Die Anlage war sehr eng. Es stand uns eine einspurige Bahn zur Verfügung mit einem anschliessendem engen Sandkasten.
Beim ersten Versuch sprang ich 6m weit aber leider nicht in den Kasten, sondern neben auf den Beton Ich schürfte mir den Hintern auf, prellte mir die rechte Ferse und das Steissbein schmerzte auch. Nach einer Notfallverarztung setzte ich den Wettkampf fort. Im 3. Sprung sprang ich 5.81m weit. Mit dieser Weite belegte ich am Ende des Wettkampfes den 6. Schlussrang.
Der Beste Sprang 6.22m Rang 2. 6.12m Rang 3. 6.08m Rang 4. 5.85m Rang 5. 5.83m.
Bei einer offiziellen Bestweite von 5.87m ist das mit diesen Verletzungen eine enorme Leistung so nahe an den Schweizerrekord zu springen.
Nach dem Wettkampf liess ich mich vom Medicalteam vom Wettkampf untersuchen. Diese schickten mich ins nahe gelegene Spital, um den Fuss röntgen zu lassen.
Den 200m der am nächsten Tag auf dem Plan stand, liess ich fallen.
Nach einem Tag ruhe und sehr guter Pflege unserer Masseurin, kam ich schnell wieder auf die Beine!
Am Ende gab es wie immer eine grosse Abschlussparty! Meine zwei Guides Beni und Kuri konnten leider bei dieser Feier nicht mehr dabei sein. Sie mussten ihre Rückreise früher antreten, damit sie zur rechten Zeit an der Prüfung waren.
Dies zeigt von meinen Guides eine sehr grosse Bereitschaft und Engagement!

Herzlichen Dank für eure Unterstützung, die ich wirklich sehr schätze!
Ohne euch wäre eine solche Leistung nicht möglich!

© 2005 Lukas Hendry - design by Reto Stadler |