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IBSA WM in Sao Paolo

IBSA WM in Sao Paolo

An der IBSA (international blind sport assozation) World Games in San Paulo
(Brasilien) vom 28. Juli bis 8. August, habe ich
mit der Weite von 5.87m die Bronzemedaille im Weitsprung gewonnen!


Wir reisten am 25. Juli mit einer kleinen Delegation nach Sao Paulo.
Coach: Ariane Pauchard (Nachwuchstrainerin)
Manuel Beeler (Sehbehinderter Nachwuchsathlet)
Silvio Rolli (Guide)
lukas Hendry

In Sao Paulo wurden wir von einer Kältewelle, die es dort im Winter gibt,
begrüsst. Es war etwa 10°c. Also keine Temperaturen um im T-Shirt und in
kurzen Hosen herum zu laufen.

Am Hotel angekommen wurden wir herzlich von unserem Volontier willkommen
geheissen. Der brasilianische Student konnte sehr gut deutsch, da er die
Matura auf deutsch absolviert hat.
Er stand uns zwei Wochen zur Verfügung.
Bis Wettkampfbeginn nützten wir die Tage um uns an zu klimatisieren und im
offiziellen Stadion zu trainieren. Wir waren eine der ersten Länder die dort
ankamen. Die anderen Länder trafen nach und nach uns ein.
Am 30. Juli fand eine offizielle Eröffnungsfeier statt, bei der man sich
unter Athleten traf und bereits die ersten Fotos schoss.
Pünktlich am ersten Wettkampftag den 1. August, wurde es wieder 20 bis 25
Grad warm. Die 2 Kältewellen waren also vorüber.
Ich bestritt den 100m, 200m und den Weitsprung.
Für die Sprintdisziplinen waren jeweils 28 Athleten angemeldet.
Ich, der den Sprint nicht als Stärkste Disziplin bestreite, rechnete mir
nichts besonderes aus. Für mich galt es nur gute Zeiten zu laufen und um
mich an die Callroom Atmosphäre zu gewöhnen.
100m: 12.47s
200m 25.45s
waren eigentlich durchschnittliche Resultate.
Ich schied jedesmal im Vorlauf aus.
Im 100m lief der schnellste Athlet einen neuen Weltrekord. 11.26. (alter:
11.37s)
Meine Konzentration galt vielmehr meiner stärksten Disziplin dem Weitsprung
der am 6. August auf dem Programm stand.
Mit 13 Teilnehmern, war es eine erwartete Grösse der Teilnehmerzahl.
Die Anlage erlaubte beim Anlauf keine Grossen Schwänker, was sicher einigen
Athleten zu denken gab.
Auch mir war dies bewusst. Jedoch wusste ich aus den Trainings zuvor, dass
dies keine unmögliche Sache war.
Beim Einspringen brauchten alle mehrere Versuche, bis sie einen sicheren
Versuch absolvieren konnten.
Ich sprang beim ersten Einspringversuch einen Doppelschritt zu früh ab.
Jedoch durch den Zuruf meines Guides Silvio, konnte ich das schlimmmste
vermeiden und prallte mir nur die Ferse hart an und das Gesäss ganz leicht.
Dies raubte mir jedoch nicht den Mut. Beim nächsten klappte es.
Der Wettkampf konnte also beginnen.
Jedoch lief es nicht allen so wie sie es gerne hätten. Einige gaben bei
ihren ersten zwei Versuchen einen ungültigen Versuch ab.
Dieser Druck lastete auch auf mir. Beim ersten sprang ich neben der Zone ab
und beim zweiten kam ich beim Anlauf abbremsen in die Zone hinein.
Ich musste also einen Dritten gültigen Versuch abgeben um nnoch ins Final zu
kommen.
Ich behielt die Nerven und sprang mit einem lockeren Sprung auf 5.61m. Das
war der 4. Zwischenrang.
Der Athlet aus Russland lag lediglich 8cm vor mir. Ich wusste, dass ich
diesen locker einholen konnte.
Im 5. Sprung habe ich dies auch erreicht, mit 5.87m. Da beim Anlauf noch
eine kleineUnsicherheit aus akustischen Gründen da war, war der Sprung auch
nicht sehr optimal.
Für den letzten Sprung wurde erneut die Reihenfolge geändert. Inzwischen hat
auch ein Japaner den Russen eingeholt. Nun gab es abzuwarten, ob er mich
noch einholt oder nicht. Er schaffte es nicht. und ich wusste beim letzten
Sprung, dass ich die Bronzemedaille auf sicher habe.
Ich wollte im letzten Sprung noch eine gute Weite springen, doch da versagte
der Hamstring, den ich schon die ganhze Saison spührte. Daher war auch
dieser Sprung nicht,das was ich wolte und ich musste mich wegen Schmerzen
20cm weiter hinten im Sand mit den Händen abstützen. Die Weite betrug 5.72m.
Aber dennoch war ich sehr glücklich über die erste erreichte Medaille.

Podestplätze:
1. Athanasios Barakas, GRE, 6.25
2. Li Duan, CHN, 6.13
3. Lukas Hendry, SUI, 5.87

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