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Athen 2004

Eindrücke und Erfahrungen

Bild ohne Beschreibung Am 29. September kehrte ich von den Paralympic in Athen zurück. Die Freiburger Athleten wurden von der Gemeinde Tafers ganz herzlich empfangen. Die Besucher waren gespannt auf unsere Erlebnisse und Erfahrungen, die wir in Athen gemacht haben. In ein paar knappen Zeilen möchte ich von meinen Erfahrungen und Erlebnissen berichten.
Die Eröffnungsfeier war einer der speziellsten Momenten, die mich mit Freudentränen begleiteten. Es ist ein unbeschreiblich schönes Gefühl als Nation in ein Stadion mit 85000 Zuschauern einzulaufen. Selbst die Wettkämpfe bei ca. 30000 Zuschauern zu bestreiten, ist einfach lässig. Speziell für mich war auch noch, dass wir Athleten von Zuschauern und Supportern bejubelt wurden, egal ob wir eine Medaille gewannen oder nicht.
Die Dimensionen, die wir im Olympischen Dorf vorfanden, waren gewaltig. Ein Kraftraum, dass die Grösse von etwa 4 Turnhalllen hatte und ein Schwimmbecken von 50m auf 20m, das einfach zum Vergnügen gebaut wurde, ist fast unvorstellbar.
Beeindruckt hat mich auch, dass Länder miteinander im gleichen Stadion Sport getrieben haben, die sonst gegeneinander Krieg führen.
Obwohl im Olympischen Dorf die Häuser der Israelis umzäunt waren und rund um die Uhr bewacht wurden, erfuhren wir nichts von der Weltpolitik. Die Olympiade ist also immer noch ein Symbol des Friedens und dies wird durch den Sport gezeigt. Ich denke, jede Sportart auf jedem Niveau verläuft friedlich, abgesehen von den Hooligans beim Fussball.
Die Athleten, welche die Ehre haben, ihre Nationen bei den Paralympics zu vertreten, gelten in ihnen Ländern als Vorbilder.
Die Griechen waren auch sehr hilfsbereit, denn eigentlich werden die Behinderten in Griechenland versteckt.
In diesem Sinne hat die Paralympics in Athen nicht nur als Entstehungsort, sondern auch als Gegenpol der Diskriminierung der Behinderten eine Besonderheit genossen.
Der Gegenpol der Diskriminierung fasste bereits Fuss, denn in ganz Athen und im Olympischen Dorf wurden Leitlinien für Blinde ausgelegt.
Die Paralympics wurden von den Griechen als Chance wahrgenommen und deshalb war das Stadion auch sehr gut besetzt. Unter den griechischen Besuchern waren auch sehr viele Schulklassen. Leider ist eine Schulklasse bei der Anreise zu den Paralympics verunfallt. Dabei starben 7 Kinder. Dies löste sehr grosse Trauer im ganzen Land aus. Aus diesem Grunde wurde auch die Schlussfeier sehr kurz und knapp gehalten.
Aber nebst diesem zwischen Fall sind die Spiele in jeglicher Hinsicht ein grosser Erfolg gewesen.
Die paar Zeilen sind jedoch nur ein paar Funken des Olympischen Feuers die zeigen was es für ein Sportler bedeutet an die Paralympic gehen zu dürfen.

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